Carbamazepin gehört zur Gruppe der Dibenzazepine und ist ein Antiepileptikum. Es wird hauptsächlich gegen fokale Epilepsien eingesetzt. Auch als Phasenprophylaktikum bei verschiedenen psychiatrischen Erkrankungen findet es Anwendung. Carbamazepin ist in seiner chemischen Struktur dem Imipramin ähnlich.
Carbamazepin
Es wird davon ausgegangen, dass die Wirkung durch eine Blockade der Natriumkanäle zustande kommt, jedoch ist die Wirkungsweise noch nicht vollständig abgeklärt.
Affektive Störungen (Schizoaffektive Störungen, Schizomane Störungen), bipolare Störungen, chronische Schmerzen, Entzug (zum Beispiel bei Alkohol oder Benzodiazepinen, um Krampfanfällen entgegen zu wirken), Epilepsie, Nervenschädigungen, Polyneuropathie, Psychosen
Aggressivität, Agitation, allergische Hautreaktionen, Antriebslosigkeit, Benommenheit, Erbrechen, Gewichtszunahme, Konzentrationsstörungen, Koordinationsstörungen, Libidoverlust, Müdigkeit, Panikattacken, Schwindel, Sprachstörungen, Übelkeit, Unruhe, Veränderungen der Leberwerte, Vergesslichkeit, Verwirrtheit
Gleichzeitige Einnahme von MAO-Hemmern, anderen Antiepileptika, Lithium und vielen weiteren Medikamenten nicht möglich.
Plötzliches Absetzen vermeiden, weil dadurch das Krampfanfallrisiko erhöht wird. Reaktionsvermögen eingeschränkt. In der Schwangerschaft, Herz-, Nieren- und Lebererkrankungen, Knochenmarksschäden, erhöhtem Augeninnendruck und einer Störung der Hämoglobinproduktion (Hämoglobin = roter Blutfarbstoff) nicht geeignet.
Anwendung nur nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt oder Heilpraktiker.