Selbsthilfe

 
Definition

Selbsthilfe bedeutet, Probleme aus eigener Kraft zu bewältigen.

 
Formen der aktiven Selbsthilfe
  • Das Erlernen von Entspannungstechniken - zum Beispiel die progressive Muskelentspannung oder das autogene Training.
  • Dies senkt im Allgemeinen die Erwartungsängste und das allgemeinen Erregungsniveau. Speziell bei der generalisierten Angst oder bei stressreichen Lebensbelastungen sind diese Methoden erfolgreich.
  • Körperliche Fitness: Diese kann vor Angst schützen, da Sport und Bewegung Vermeidungsverhalten entgegenwirkt und auch beruhigend auf der kognitiven Ebene wirkt.
  • Selbsthilfebücher - Es ist grundsätzlich sehr wichtig, Informationen zu den einzelnen Störungs- / Krankheitsbildern zu bekommen. Dabei ist jedoch auf die Güte derselben zu achten. Anfängliche Literaturempfehlungen des behandelnden Arztes sind dabei empfehlenswert.
  • Selbsthilfegruppen: Die Hilfestellung solcher Selbsthilfegruppen ist recht umfangreich und beinhaltet im Gespräch untereinander Hilfe, die beim 'sich outen' anfangen und zu konkreter Hilfe im Alltag führen kann.
  • Temporärer Einsatz von Medikamenten: Dies macht kurzzeitig dann Sinn, um den allgemeinen Erregungspegel und die Erwartungsangst zu senken. Benzodiazepine sollten nur tageweise eingesetzt werden, um nicht in die Abhängigkeit davon zu geraten. Auch sollten sie nur zur Erleichterung der Angstbewältigung eingesetzt werden - nicht auf Dauer oder als Lösung der Problematik. Sollte der kurzzeitige Einsatz der Medikamente nicht ausreichen, sollte eine spezielle Behandlung durch einen Facharzt oder Therapeuten erfolgen.