Schlaf

 
Definition

Wir schlafen regelmässig und wiederkehrend. Während des Schlafs ändern  sich unsere Bewusstseinslage und die Funtkzionen unseres Körpers. Unsere Motorik und Sensorik wird auf ein Minimum reduziert. Schlaf dient der Ruhe und der Erholung unseres Körpers. Fies bedingt auch, dass die Reize auf die Aussenwelt reduziert sind. Zudem sinkt unser Blutdruck, die Herzschlagfrequenz ist niedriger und die Stoffwechselfunktionen wie auch die Körpertemperatur werden herabgesetzt. Wir können den Schlaf-Wach-Rythmus nur bedingt beeinflussen.

 
Zwei Arten des Schlaf

Der Schlaf kann in zwei Arten unterteilt werden, die sich regelmässig abwechseln:

  • Orthodoxer Schlaf
  • Paradoxer Schlaf
 
4 Schlaf-Stadien

Er macht den grössten Teil des Gesamtschlafes aus und ist in 4 Stadien unterteilt:

  • Einschlafstadium
  • Leichtschlafstadium
  • Mitteltiefes Schlafstadium
  • Tiefschlafstadium

Diese Stadien werden wellenförmig mehrmals pro Nacht der Reihe nach durchlaufen.

 
Paradoxer Schlaf / Rem-Schlaf

Der wellenförmige, orthodoxe Schlaf wird mehrfach durch den paradoxen Schlaf für eine Dauer von 20min unterbrochen. Der Ausdruck 'paradox' kommt daher, dass starke elektrische Aktivitäten, wie beim Wachzustand festzustellen sind und andererseits der Schläfer nur schwer aufweckbar ist. Während dieser Schlafphase sind starke Augenbewegungen bemerkbar (Rapid Eye movements) = REM-Phasen. In dieser Schlafphase wird geträumt. Wenn man die REM-Phase unterdrückt, kann es zu psychischen Störungen wie Angst, Gereiztheit und Konzentrationsschwäche kommen. Mit zunehmendem Alter nimmt der Schlafbedarf ab. (Häufiges Erwachen, Verringerung und Verkürzung der Zahl der Tiefschlafphasen und REM-Phasen.)

 
Limbisches System

Die Wach- und Schlafzustände, damit auch die REM bzw. NONREM-Phasen, laufen im limbischen System ab. Das Noradrenalin wirkt im Wachzustand, das Serotonin wirkt auf den Schlafzustand.
In unserem Körper muss somit ein gewisses Gleichgewicht an Serotonin und Noradrenalin herrschen, sonst besteht die Gefahr einer Depression und natürlich auch Schlaflosigkeit.

 
ARAS-System

Es ist das aufsteigende retikuläre System. Sensorische Impulse werden über die ARAS geleitet, was eine grosse Bedeutung für den Wachzustand hat. Wenn diese sensorischen Impulse über die ARAS zu wenig sind, schläft der Mensch. Das ARAS wirkt also an unserem Wachzustand in Verbindung mit dem Noradrenalin

 
RAPHE

Wenn die Nuclei Reize im RAPHE-System auslöst, fällt der Mensch in einen orthodoxen Schlaf. Wenn der Locus cocruleus Reize auslöst, fällt man in eine REM-Phase. Das RAPHE wirkt also an unserem Schlafzustand in Verbindung mit dem Seratonin.

Mögliche Ursachen einer Schlafstörung:

  • Arzneimittel und Genussmittel (ZNS-beeinflussende Arzneimittel, Alkohol, Kaffee)
  • Geistige und psychische Belastung
  • Organische Störungen (Schmerzen, Atemnot)
  • Reizüberflutung (Lärm, Fernsehen)
  • Ungesunde Lebensführung (Schichtarbeit, zu grosse und späte abendliche Mahlzeiten)

Vor der Verordnung eines Hypnotikas sollte versucht werden, die jeweiligen Ursachen zu beheben. Durch Befragen der betroffenen Person kann eine eventuell Ursache einer Schlafstörung ermittelt werden.