Es gibt unzählige negative Auswirkungen durch traumatische Erlebnisse, ein neues Forschungsgebiet der Psychologie befasst sich nun mit positiven Auswirkungen in diesem Bereich. Häufig ist es so, dass Menschen in Extremsituationen zusammenbrechen, jeden Halt verlieren, sich Süchte wie Alkoholismus oder Störungsbilder wie eine Depression entwickeln. Doch es gibt auch Menschen, bei denen nach solchen Traumata das genaue Gegenteil passiert. Sie entwickeln neue Fähigkeiten und Stärken, orientieren sich noch einmal ganz neu, geben ihrem Leben eine neue Richtung, haben mehr Fähigkeiten im empathischen Bereich.
Auslöser sind traumatische Erlebnisse. Beispiele hierfür können sein:
PTSS bedeutet posttraumatisches Stresssyndrom und kann die Folge von traumatischen Erlebnissen sein. Es macht sich beispielsweise bemerkbar durch körperliche Probleme wie Magenbeschwerden oder Herzrasen, durch psychische Störungen wie Panikattacken.
Die Wissenschaft geht inzwischen davon aus, dass nur etwa 25 Prozent der Menschen nach derartigen Erlebnissen langfristig unter den Folgen leidet. Ansonsten ist eine Verarbeitung möglich und häufig kommt es zu posttraumatischem Wachstum.
Die Beziehungen zu anderen Menschen werden oft durch mehr Einfühlungsvermögen und grösserer Nähe und Intensität gekennzeichnet. Das Leben an sich und die vielen Kleinigkeiten, die es lebenswert machen können, werden deutlich bewusster und intensiver wahrgenommen und mehr geschätzt als vorher, nicht mehr als selbstverständlich hingenommen. Möglicherweise werden neue Lebenswege entdeckt, manche erfüllen sich einen langgehegten Traum wie das Auswandern ins Ausland oder erlernen einen neuen Beruf, wagen den Sprung in die Selbständigkeit ... Häufig wird mehr Einfühlungsvermögen und Mitgefühl für andere Menschen entwickelt.
Es wurde festgestellt, dass Botenstoffe des Gehirns (Cortisol und Dopamin) eine Rolle spielen, weil sie in Extremsituationen vermehrt produziert werden.