Phobie

 
Stamm

Griechisch: agora = Marktplatz; phobos = Furcht

 
Definition

Bei der Agoraphobie (wird auch als Platzangst bezeichnet, nicht zu verwechseln mit Klaustrophobie = Angst vor engen Räumen) haben die Betroffenen Angst vor Menschenansammlungen, öffentlichen Plätzen oder Räumen (zum Beispiel Kaufhäuser, Einkaufszentren, Theater, Konzerte, öffentliche Verkehrsmittel), auf Reisen. Oft sind ihnen diese Situationen nur in Begleitung möglich, in schweren Fällen auch gar nicht, das Verlassen der gewohnten Umgebung (Wohnung oder Haus) ist dann nicht mehr möglich.

 
Ursache der Agoraphobie

Eine mögliche Ursache kann ein Trauma sein.

 
Agoraphobie und Panikstörungen

Häufig tritt die Agoraphobie gemeinsam mit einer Panikstörung auf, weshalb vermutet wird, dass die Agoraphie evtl. in der Folge von Panikstörungen auftritt.

 
Auftreten der Agoraphobien

Studien zufolge leiden etwa 8 bis 10 Prozent der Bevölkerung darunter.

 
Auswirkungen der Agoraphobien

Angst, beim Auftreten der Symptome nicht oder nicht rechtzeitig 'flüchten' zu können beziehungsweise nur unter peinlichen, demütigenden Umständen. Kontrollverlust, zum Beispiel Verlust der Blasenkontrolle.

 
Symptome

Symptome, die sich bei einer Phobie einstellen können, sind: Atemprobleme, Darmprobleme, Herzrasen, Magen, Schweissausbrüche, Schwindel, Zittern.

 
Behandlungsmöglichkeiten

Geeignet ist in erster Linie eine Psychotherapie (Verhaltenstherapie und Konfrontationstherapie, analytische Therapie, tiefenpsychologische Therapie). Unterstützend bieten sich spezielle Medikamente (Serotonin-Wiederaufnahmehemmer), Benzodiazipine (angst- und krampflösend, schlaffördernd, jedoch bergen sie die Gefahr einer Abhängigkeit), Antidepressiva ... an. Die Erfolgsaussichten nur mit Medikamenten (also ohne gleichzeitige Therapie) sind nicht sehr gut und es kommt häufig zu Rückfällen.
Auch zu EMDR wird geraten. Nach einer Vorbereitung wird zu bestimmten Augenbewegungen angeleitet. Dies soll dazu dienen, traumatische Erlebnisse zu verarbeiten. Es soll erreicht werden, das die mit dem traumatischen Erlebnis verbundenen Gefühle integriert werden.
Weitere Möglichkeiten sind Entspannungstechniken, Selbsthilfegruppen und Selbsthilfeforen.