Benzodiazepine

 
Definition

Benzodiazepine werden bei Krankheiten der Psyche und des Gehirns eingesetzt. Sie decken ein relativ weites Feld ab.

 
Wirkstoffe

Alprazolam, Bromazepam, Brotizolam, Chlordiazepoxid, Clobazam, Clonazepam, Diazepam, Dikaliumclorazepat, Flunitrazepam, Flurazepam, Lorazepam, Lormetazepam, Medazepam, Nitrazepam, Oxazepam, Prazepam, Temazepam, Tetrazepam, Triazolam

 
Anwendungsgebiet
  • Angsterkrankungen
  • Depressionen (anfänglich als Übergang)
  • Entzug (zum Beispiel Alkohol (Gefahr von Abhängigkeitsverlagerung))
  • Epilepsien (wenn Sedierung wünschenswert ist)
  • Muskelspannungen (zum Lindern der Schmerzen und zur Lösung der Krämpfe)
  • Operationen (um Ängste zu dämpfen)
  • Schlafstörungen
  • Spannungszustände
  • Unruhe
 
Wirkungungsweise

Benzodiazepine wirken angst- und krampflösend (anxiolytisch beziehungsweise antikonvulsiv), beruhigend und schlaffördernd (sedativ), muskelentspannend (muskelrelaxierend). Zudem wirkt es leicht stimmungsaufhellend und kann das Erinnerungsvermögen während der Dauer der Wirkung beeinträchtigen. Sie wirken auf das ZNS (zentrales Nervensystem). Die Wirkung hält circa 24-48 Stunden.

 
Nebenwirkungen und Gegenanzeigen

  • Allergische Hautreaktionen
  • Angstzustände
  • Appetitsteigerung
  • Ataxie (Störungen von Gleichgewicht und Bewegungskoordination)
  • Dysarthrie (Störungen des Sprechens)
  • Gastrointestinale Beschwerden
  • Kopfschmerzen
  • Kopfschmerzen
  • Krampfanfälle
  • Libidoverlust
  • Mundtrockenheit
  • Müdigkeit
  • Paradoxe (widersprüchliche) Erregungs- und Verwirrtheitszustände (sehr selten bei älteren Menschen)
  • Schwindel
  • Sedation (Dämpfung des Bewusstseins)
  • Vermehrtes Schwitzen
  • Zyklusstörungen

Die Nebenwirkungen sind in der Regel dosisabhängig und verschwinden bei der Senkung der Dosis. Zur Langzeitanwendung eignen sie sich nicht, denn sie haben ein sehr hohes Suchtpotenzial. Wie alle Benzodiazepine kann auch Diazepam physisch abhängigkeit machen. Abruptes Absetzen nach längerer Einnahme kann Entzugserscheinungen hervorrufen. Dringend abzuraten ist davon, gleichzeitig Alkohol zu trinken oder andere Medikamente, die auf das ZNS wirken, einzunehmen.

 
Betäubungsmittelgesetz

In Deutschland fallen die Benzodiazepine unter das Betäubungsmittelgesetz.