Expositionsverfahren

 
Stamm

Lateinisch: expositio = Aussetzung

 
Definition

Diese Behandlungsmethode wird als die erfolgreichste und wichtigste im Rahmen der Verhaltenstherapien betrachtet. Dass der Patient dabei der Angst machenden Situation ausgesetzt wird, bezeichnet man als Exposition.

 
Anwendung des Expositionsverfahrens

Sowohl bei Angst- / Panikstörungen als auch anderen psychischen Erkrankungen (Zwangsstörungen, Phobien).

 
Voraussetzung für das  Expositionsverfahren

Es ist hier ganz wichtig, dass sowohl das Patient-Therapeut-Verhältnis funktioniert und belastbar ist, als auch dass der Patient ausreichend Motivation mitbringt.

 
Durchführung des Expositionsverfahrens

Das Expositionsverfahren wird in vorher ausgearbeiteten Übungsschritten durchgeführt, der Therapeut muss hierbei abwägen, ob er stufenweise vorgeht oder den Patienten einer Reizüberflutung aussetzt.

 
Wirkung des Expositionsverfahren

Durch das Erleben beziehungsweise Aushalten der Angst in diesen herbeigeführten Situationen lernt der Patient, dass er die Erwartungsängste bewältigen kann, dass die Ängste sich Schritt für Schritt verringen und abbauen und dass die heftigen Vorstellungen, was in der Situation passieren könnte, nicht eintreten.

 
Ziel des Expositionsverfahrens

Ziel der Behandlung ist, einen anderen Umgang mit den Ängsten zu erlernen und Erwartungsängste und Vermeidungsverhalten abzubauen.