In vielen gängigen Nasensprays stecken Stoffe ( Sympathomimetika), die dafür sorgen, dass sich die Blutgefäße in der Nasenschleimhaut zusammenziehen und die Schleimhaut somit abschwillt – die Nase ist "frei". Haken daran ist der sogenannte "Rebound-Effekt", nachdem die Wirkung der Nasensprays abklingt (nach 4-6 Stunden), schwillt die Nasenschleimhaut wieder an – stärker als zuvor. Werden die Sprays zu lange angewendet, entzündet sich die Schleimhaut, ohne Nasenspray wird die Nase überhaupt nicht mehr frei, bei extrem langem Gebrauch kann die Nasenschleimhaut auch dauerhaft geschädigt werden. Dann kommt es zu chronischen Entzündungen.
Die Nasensprayabhängigkeit ist recht weit verbreitet, in manchen Berichten ist die Rede von geschätzten zehn Millionen Betroffenen in Deutschland. Grund genug, die Dauer der Anwendung genau zu überdenken und Nutzen / Risiko abzuwägen.
Hilfreich kann es sein, das Spray zunächst nur noch an einem Nasenloch anzuwenden. Lassen dort die Beschwerden nach, das Spray ganz weglassen.
Weiterhin kann man die Konzentration des Nasenspray`s reduzieren, indem man auf Tropfen für Kinder und dann für Säuglinge umsteigt bzw. die Tropfen verdünnt. Auch ein Wechsel zu Kochsalzlösung, Ölen (ohne Parfümstoffe oder ähliches, evtl. mit Vitaminen) kann die Entwöhnung erleichern.
Zudem kann man Nasenduschen (in Apotheken erhältlich) oder Inhalationsgeräte einsetzen.
Trockene Heizungsluft und alles, was die Schleimhäute reizt (Rauch, Abgase ...) meiden.