Katastrophisieren

 
Definition

Katastrophisieren kennen wir alle – insbesondere dann, wenn eine schwierige Aufgabe vor uns liegt, Neues auf uns zukommt oder Situationen zu bewältigen sind, die uns beunruhigen. Vor uns liegt beispielsweise ein Vorstellungsgespräch, es hängt sehr viel davon ab. Oft malen wir uns dann im Vorfeld aus, was alles passieren könnte. Mit dem Ergebnis: bereits längere Zeit vor dem Gespräch ist man unruhig und nervös, mitunter sind die Negativgedanken auch so ausgeprägt, dass man sich richtig schlecht  oder gar krank fühlt. Für den Verlauf des Gespräches an sich ist es es sicherlich auch nicht förderlich, wenn man bereits im Vorfeld zum Nervenbündel mutiert.

Genau die gleichen Vorstellungen hat man oft vor Arztterminen, Reisen, schwierigen Gesprächen mit Freunden oder dem Partner, wenn man eine Rede halten muss oder anderweitig im Mittelpunkt steht etc. Dieses Katastrophisieren, das sich oft nicht nur auf Gedanken beschränkt, sondern wie ein Film detailgenau in unserer Vorstellung abläuft, verunsichert, lähmt, blockiert. Rückblickend stellen wir dann fest: die meisten dieser Katastrophen, die wir uns ausgemalt haben, traten gar nicht ein.

"Es gab in meinem Leben viele Katastrophen. Einige sind sogar passiert."
Mark Twain (amerik. Schriftsteller und Satiriker - 1835 - 1910)